Welcher Kindergarten für welches Kind?

© Helene Souza  / pixelio.de
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Ob man sein Kind in den Kindergarten schickt, bleibt jedem Erziehungsberechtigten freigestellt. Allerdings kann es der kindlichen Entwicklung durchaus förderlich sein, wenn man den mittlerweile gesetzlichen Anspruch geltend macht.

Das richtige Konzept

Mittlerweile gibt es in Deutschland sehr viele unterschiedliche Kindergartenkonzepte, sodass für jeden Erziehungsstil und für jedes Kind das richtige Angebot vorzufinden sein dürfte. Selbstverständlich haben es Eltern in Großstädten leichter, das für sie richtige Konzept zu finden, während man auf dem Land mit dem vorlieb nehmen muss, was vorhanden ist. Doch auch in abgelegeneren Regionen gibt es mittlerweile neben Waldorf-Kindergärten auch bilinguale oder integrative Kindergärten. So können Eltern sich in Ruhe nach dem geeigneten Platz für ihren Nachwuchs umschauen.

Der richtige Zeitpunkt

Zunächst einmal: Es gibt keinen optimalen Zeitpunkt, um ein Kind in den Kindergarten zu schicken, denn es kommt auf das Kind an. Vielen Eltern ist es leider nicht möglich, den optimalen Zeitpunkt für den Kindergartenbesuch selber zu bestimmen, weil die Arbeit ruft. Es gilt jedoch, dass insbesondere das Lebensalter von 6-12 Monaten wichtig für das Kind ist, um eine Bindung mit den Elternteilen aufzubauen, weswegen die Kleinen während dieser Zeitspanne im Optimalfall nur wenig von der Hauptbezugsperson getrennt werden sollten. Später sollte man sehen, ob das Kind schüchtern ist oder eher extrovertiert, ob es gerne mit anderen Kindern zusammen ist, oder nicht.

Während Kinder, die gerne mit anderen Kindern spielen, schon früh eine längere Zeitspanne im Kindergarten zugemutet werden kann, sollten Kinder, die lieber für sich allein sind, eher etwas später in die Kindertagesstätte gebracht werden. Auch eignet sich für diese Kinder ein Halbtagsplatz eher als ein Ganztagsplatz.

Dennoch ist ein Kindergartenbesuch für alle Kinder von Vorteil, da sie so mit gleichaltrigen spielen können und sich zum ersten Mal einer Gruppensituation aussetzen, in der sie ihre eigenen Bedürfnisse zu zügeln lernen und gleichzeitig unabhängiger werden.

Vorbereiten auf die Schwangerschaft

Der Körper muss in der Schwangerschaft einiges aushalten
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Ist der Kinderwunsch erst einmal thematisiert, der optimale Zeitpunkt (den es eigentlich eh nicht gibt) für das Baby gefunden und beide Partner mit dem Nachwuchs einverstanden, geht es an die Schwangerschaftsvorbereitung.

Um eine möglichst glückliche und gesunde Schwangerschaft zu erleben, bedarf es mitunter einiger Vorbereitung. Denn der moderne Lebenswandel vieler Frauen ist von der Natur nicht vorgesehen und könnte einer gesunden Schwangerschaft entgegenstehen. Dementsprechend sollte man vorbeugen, um die Schwangerschaftszeit zu optimieren.

Schwangerschaftsrisiken von vornherein ausschließen

Einige Laster sind besonders für Schwangere beziehungsweise den Fötus schädlich. Dazu gehören Zigaretten, Alkohol und sonstige Suchtmittel. Um eine optimale Schwangerschaft zu gewährleisten, sollte bereits im Vorfeld der Schwangerschaft darauf verzichtet werden. Kaffee darf zwar auch während der Schwangerschaft zu sich genommen werden, allerdings in geringen Mengen. Frauen, die einen hohen Kaffeekonsum haben, sollten sich bereits im Vorfeld einschränken, damit der Körper nicht mit Kopfschmerzen während der Schwangerschaft auf den Koffeinentzug reagiert.

Eine oftmals unterschätzte Gefahr für die Schwangerschaft ist eine zu schwach arbeitende Schilddrüse. Bereits im Vorfeld einer Schwangerschaft sollte abgeklärt werden, ob sich genügend Schilddrüsenhormone im Blut befinden. Da selbst eine leichte Unterfunktion zu einer Fehlgeburt führen kann, sollte möglichst schnell damit begonnen werden, dem Körper das Schilddrüsenhormon Thyroid zu verabreichen. Mit Beginn der Schwangerschaft sollte die entsprechende Dosierung sofort um 25-33% erhöht werden, da in der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf an Thyroid besteht.

Während einer Schwangerschaft ist der Bedarf an Eisen und Folsäure ebenfalls erhöht. Dementsprechend sollte man bereits vor der geplanten Schwangerschaft darauf achten, ausgewogen zu essen und gegebenenfalls ergänzende Präparate zu sich zu nehmen.

Am allerwichtigsten ist es jedoch, sich zu entspannen, Stress zu vermeiden und Druck abzubauen, denn eine glückliche Frau ist eine glückliche Schwangere, und diese entspannte Haltung wird auch von dem Kind im Mutterleib gespürt.

Lesen beflügelt die kindliche Fantasie

Kinderbuchautor Roald Dahl, fotografiert von Carl van Vechten (gemeinfreies Bild, gefunden auf Wikimedia.commons)
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Zwar wird immer wieder der Tod des Buchformats prophezeit, bislang ist es aber glücklicherweise noch nicht so weit. Im Gegenteil: Jedes Jahr gibt es Tausende von literarischen Neuerscheinungen; vor allem Kinderbücher boomen.

Im Gegensatz zum Fernsehen oder zu Computerspielen sind Kinder beim geschriebenen Wort auf ihre Fantasie angewiesen. Sie müssen sich Figuren und Handlungen komplett selber vorstellen, was jedoch der kindlichen Fantasie sehr entgegenkommt.

Dabei ist die Bandbreite an Themen in Kinderbüchern unglaublich hoch – für jede kindliche Lebenssituation gibt es das richtige Buch. Ob sich die Eltern trennen, die Geburt eines Geschwisterchens bevorsteht oder der erste Besuch im Kindergarten naht – mit Hilfe von Kinderbüchern können Kinder behutsam und kindgerecht auf die jeweilige Situation vorbereitet werden.

Nach wie vor sind jedoch auch klassische Geschichten von Roald Dahl, Dr. Seuss oder auch klassische Märchen à là Dornröschen, Rapunzel und Schneewittchen erfreuen sich bei Kindern größter Beliebtheit. Dies liegt darin, dass diese Kinderbuchklassiker vor allem darauf abzielen, dass die kindliche Vorstellungskraft geweckt wird. Es macht in unserer technologischen Gesellschaft einfach nach wie vor Spaß, sich in eine Welt hineinzuversetzen, in der es sprechende Katzen, Riesenpfirsiche oder Hexen und Zauberer gibt. Das Hineinträumen in eine Fantasiewelt gibt Kindern nicht nur die Möglichkeit, eine Auszeit von der Realität zu nehmen, sondern fördert langfristig auch die kindliche Kreativität – immerhin wollen die märchenhaften Gestalten in die reale Welt übertragen werden. Ob dies nun mit Knete oder Stift passiert, ist dabei vollkommen egal.

Kinderbücher sind also keineswegs ein Relikt vergangener Tage, sondern gehören zur heutigen Kindheit nach wie dazu. Und das ist auch gut so.

Mobilität

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Gibt es eigentlich auch andere Mütter, die während der Schwangerschaft bemerkt haben, wie unzugänglich manche Dinge gebaut werden?

Wenn man nämlich -Hochschwanger- versucht hat die längeren Bahnhofstreppen u.Ä. zu vermeiden, merkt man erst einmal dass die scheinbar omnipräsenten Rolltreppen und Fahrstühle wohl doch nicht so verbreitet sind wie man das denkt, während man nicht auf sie angewiesen ist.

Dabei ist diese Form der “Einschränkung” noch nichts gegen die von Rollstuhlfahrern – letztens erst musste ich einem Herrn helfen, der mit mir aus der U-Bahn gestiegen war und aus dem U-Bahnhof, weil es weder Fahrstuhl noch Rolltreppe gab, nicht herauskam. Zwar wäre dies dem Haltestellenschild im Bahnhof auch zu entnehmen gewesen, aber nichtsdestotrotz finde ich es extrem ungerecht, dass die Allgemeinheit nicht das nötige Geld in Aufzüge in diesen Banhöfen investiert damit soetwas gar nicht erst passieren kann.Für PKWs lässt sich das Problem zwar mit Rollstuhlrampen ( z. barrierefrei.de) und ähnlichem für Kleinbusse und spezialisierte Transportunternehmen einfacher lösen, aber dass der öffentliche Nahverkehr, der ja gerade für alle dasein soll und durch die Beteiligung der öffentlichen Hand ja auch von allen finanziert wird, das nicht selber hinkriegt finde ich ziemlich schlimm.

Zweisprachige Erziehung als Chance

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In Deutschland ist das Thema zweisprachige Erziehung in einem Paradox gefangen: Bilingualität ist zwar gut, aber nur, wenn es sich um die richtige Zweitsprache handelt. Während eine englische, französische oder spanische Bilingualität als Chance begriffen wird, handelt es sich bei Zweitsprachen wie Türkisch, Arabisch oder Russisch um weniger erwünschte. Diese Doppelmoral entstammt der statistischen Wahrscheinlichkeit, einem bestimmten Milieu zugehörig zu sein.

Doch auch für die Kinder bildungsferner Milieus sollte Zweisprachigkeit als Chance gesehen werden, denn eine zweisprachige Erziehung birgt neben einigen Risiken vor allem Vorteile für Kinder.

Vorteile der bilingualen Erziehung

Wenn Kinder zweisprachig erzogen werden, hat dies einige Vorteile. Schweizer Forscher haben herausgefunden, dass die Gehirnleistung effizienter ist, wenn das Kind vor dem dritten Lebensjahr mit mehr als einer Sprache in Berührung gekommen ist, da es sämtliche Sprache im selben neurolinguistischen Netzwerk des Gehirns “abspeichert”. Menschen, die erst später eine oder mehrere Fremdsprachen erlernt haben, müssen für jede einzelne Sprache ein eigenes Netzwerk anlegen. Dadurch ist es für mehrsprachig erzogene Kinder später auch einfacher, neue Sprachen zu lernen.

Darüber hinaus sind zweisprachig erzogene Kinder im Allgemeinen kreativer, haben ein besseres Sprachgefühl und bessere räumliche Vorstellungskraft als Kinder, die mit nur einer Sprache aufgewachsen ist. Dabei ist es völlig egal, welche zwei Sprachen miteinander kombiniert werden: Türkisch ist ebenso wertvoll in dieser Entwicklung wie Englisch oder Französisch.

Wie erzieht man richtig bilingual?

Es gibt kein Patentrezept, wie eine zweisprachige Erziehung aussehen soll. Aus Gründen der Authentizität empfiehlt es sich jedoch, dass jedes Elternteil in seiner Muttersprache mit dem Kind kommuniziert, d.h. das türkische Elternteil spricht Türkisch, während das deutsche Elternteil ausschließlich Deutsch mit dem Kind spricht. Welche Sprache das Kind zum Antworten wählt, sollte aber ihm selber überlassen werden.

Fazit: Wer die Möglichkeit hat, sollte seinem Kind eine mehrsprachige Erziehung zukommen lassen, da es sich im späteren Leben oftmals bezahlt macht.

Anleitung für einen selbstgebastelten Adventskalender

So ähnlich sollte es zum Schluss aussehen!
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Jedes Jahr aufs Neue freuen sich die Kinder bereits im Vorfeld zu Weihnachten auf das tägliche Öffnen kleiner Türen im Adventskalender. Auch wenn viele Eltern es sich mit einem gekauften Adventskalender leicht machen, ist ein selbst gebastelter Adventskalender sehr viel persönlicher und kann die Kleinen dadurch noch mehr erfreuen. Darüber hinaus kann man so die Füllung variieren – während ein herkömmlicher Adventskalender entweder ausschließlich mit Schokolade oder ausschließlich mit Spielzeug gefüllt ist, kann man die kleinen Adventsgeschenke bei einem selbst gebastelten Adventskalender mixen.

Um einen Adventskalender zu basteln, benötigt man kein handwerkliches Geschick. 24 kleine Säckchen an einer Schnur gebunden ergeben einen wunderschönen Adventskalender und dieser ist nicht nur leicht herzustellen, sondern außerdem äußerst kostengünstig.

Benötigte Materialien

  • verschiedene Stoffreste
  • ein langes Band Paketschnur zum Befestigen der Päckchen
  • Paketschnur oder Dekoband zum Schließen der Päckchen
  • Tacker oder Klammern zum Befestigen der Geschenke an der Paketschnur
  • evtl. Dekoaufkleber oder sonstige weihnachtliche Dekomaterialien
  • Kleinigkeiten zum Befüllen

Durchführung

Aus den Stoffresten lassen sich kleine Säckchen basteln, in denen die Geschenke Platz finden. Dabei richtet sich die Größe des Säckchens nach der Größe des Geschenks. Eine sorgsame Verarbeitung des Stoffes ist nicht notwendig, es empfiehlt sich aber, die Ränder des Stoffes zurechtzuschneiden. Anschließend verschließt man die Säckchen je nach Geschmack mit Dekoband oder Paketschnur. Bei Bedarf kann man die Säckchen mit Nummern und weihnachtlicher Dekoration versehen. Dadurch, dass die Säckchen hintereinander an einer Paketschnur befestigt werden, kann man sie aber auch unnummeriert lassen, und die Säckchen von links nach rechts aufgehängt öffnen lassen. Die Säckchen werden entweder an der Schnur festgetackert oder mit Klammern an selbiger befestigt. Anschließend nur noch den fertigen Kalender an der Wand oder über dem Kamin befestigen und fertig ist ein individuell gefüllter Weihnachtskalender.

Eignet sich eine Katze als Familientier?

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Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Die Stubentiger sind ideale Zeitgenossen, wenn man viel arbeitet und wenig Platz hat, da sie im Gegensatz zu Hunden weniger Zeit beanspruchen. Doch eignen sich Katzen auch als Familientiere?

Wie bei Hunden auch lässt sich das nicht einfach pauschalisieren. Unterschiedliche Katzenrassen haben unterschiedliche Charaktereigenschaften, die auch noch von Katze zu Katze variieren. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung gibt es nämlich sehr wohl Katzen, die sich geduldig auch von kleinen Kindern streicheln lassen und bei Überforderung nicht sofort die Krallen ausfahren, sondern sich einfach irgendwo verstecken. Katzen mit diesen Charaktereigenschaften finden sich sehr oft bei den Maine Coons, Heiligen Birmas oder Ragdolls.

Gleichzeitig sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass die Kinder das Tier nicht als Spielzeug ansehen. Kinder sollten sich dessen bewusst sein, dass eine Katze ein lebendiges Wesen ist, dass ebenso wie sie selber auch Bedürfnisse und Wünsche haben, die es zu respektieren gilt. Deswegen sollte man sich eine Katze auch erst dann anschaffen, wenn die Kinder groß genug sind, um dies zu verstehen.

Hat man sich jedoch erst einmal eine Katze nach Hause geholt, wird sie das Familienleben bereichern und bestenfalls wird eine Katze im Haus dafür sorgen, dass die Kinder Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen und überdies lernen, wie sehr die eigenen Bedürfnisse von denen anderer abweichen können.

Fazit: Sind die Kinder alt genug, kann eine Katze ein hervorragendes Familientier sein. Die Eltern sollten jedoch immer darauf achten, dass nicht nur die Bedürfnisse der Kinder, sondern auch die Bedürfnisse des neuen Haustiers befriedigt werden und dass der Schmusetiger nicht zum Kuscheltier degradiert wird.

Was ist eigentlich “antiautoritäre Erziehung”?

auch wenn man sich landläufig antiautoritär-erzogene Kinder so vorstellt, ist dies ein Irrglaube

Bild: Geraldine Nitsch/Schönitz  / pixelio.de
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Den Begriff antiautoritäre Erziehung hat wohl jede/r schon einmal gehört, was das aber genau bedeutet, wissen die Wenigsten. Im Gegensatz zu den allgemeinen Vorurteilen handelt es sich bei der antiautoritären Erziehung nämlich keinesfalls um einen Erziehungsstil, der sämtliche Regeln für Kinder per se ablehnt. Dies findet sich nämlich sehr viel eher im permissiven Erziehungsstil, der aber bei Weitem nicht so bekannt ist.

Im Grunde will die antiautoritäre Erziehung darauf hinaus, dass der Erziehende nicht über dem Kind steht. Der individuellen Persönlichkeit des Kindes wird ebenso wie seiner Autonomie Rechnung getragen, indem man das Kind an seiner eigenen Erziehung teilhaben lässt. Dies geschieht, indem man dem Kind zwar Regeln auferlegt, diese aber zusammen mit dem Kind erarbeitet oder dem Kind genau erklärt, warum es die Regeln gibt und welchen Nutzen sie haben. Die antiautoritäre Erziehung sieht also das Kind als dem Erwachsenen in seiner Selbstbestimmung als ebenbürtig an.

Es bedarf jedoch einiger Vorsicht, um einen antiautoritären Erziehungsstil kindgerecht umzusetzen. Während es sehr wohl lobenswert ist, das Kind als eigenständige Persönlichkeit zu begreifen, ist es weniger ratsam, ein Kind frei von Regeln und Richtlinien zu erziehen. Kinder benötigen beim Heranwachsen Orientierung und Konsequenz, da sie die Welt in ihrer Komplexität sonst nicht verstehen könnten. Dementsprechend ist ein Mindestmaß an Regeln für ein Kind sehr wohl förderlich. Werden Kinder hingegen bei Entscheidungen sich selbst überlassen, weil es keine Regeln gibt, verliert das Kind an Orientierung und Sicherheit.

Dementsprechend ist es ratsam, das Kind zwar als ebenbürtig anzusehen und nicht über das kleine Wesen zu bestimmen, gleichzeitig jedoch sollte man dem Kind eine Hand entgegenstrecken und mit ihm zusammen die Leitlinien für das Verhalten abstecken, damit das Kind sich zu einer autonomen Persönlichkeit entwickeln kann, die gleichzeitig ein Verständnis für Regeln des menschlichen Miteinanders verstehen kann.

Schwanger werden mit Fruchtbarkeitskalender?

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© Speck-Made (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
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Das Schöne an einem Fruchtbarkeitskalender ist, dass man damit Familienplanung ganz ohne Chemie betreiben kann. Allerdings handelt es sich dabei nicht unbedingt um die zuverlässigste aller Verhütungsmethoden, da man von den vergangenen Zyklen nicht immer auf die zukünftigen schließen kann: Stress, Ernährung und sonstige äußere Umstände können die fruchtbaren Tage verschieben.

Will man jedoch schwanger werden, ist die Nutzung eines Fruchtbarkeitskalenders eine empfehlenswerte Methode. Zwar gilt auch hier, dass sich die fruchtbaren Tage nach vorne oder nach hinten verschieben können, da der Zeitraum der Empfängnis mit bis zu 14 Tagen jedoch recht hoch angesetzt ist, steigert das die Möglichkeit einer Schwangerschaft.

Wie genau funktioniert die Methode?

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© Speck-Made (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Der Fruchtbarkeitskalender beruht auf dem natürlichen Monatszyklus der Frau. Jede Frau hat fruchtbare Tage, die man anhand der letzten Menstruation und der durchschnittlichen Zykluslänge berechnen kann. Das kann man zwar mit Stift und Papier recht einfach machen, einfacher ist es jedoch mit einem Eisprungrechner im Internet (http://elternservice.t-online.de/fruchtbarkeitskalender/). Innerhalb der fruchtbaren Zeitspanne sollte man so viel Geschlechtsverkehr wie möglich haben, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Natürlich wäre es am Besten, wenn man sich gar keinen Stress macht und den Fruchtbarkeitskalender nicht als absolutes Nonplusultra ansieht, sondern Geschlechtsverkehr hat, weil man Lust auf den Partner hat. Wenn man den Partner nur noch als potenziellen Samenspender wahrnimmt, schadet dies der Beziehung. Sex ist nicht nur zu Fortpflanzungszwecken gedacht, sondern überdies Zeichen von Zuneigung und Liebe.

Wer also nicht nur mit seinem Partner schläft, um ein Kind zu zeugen, sondern weil er einfach Lust und Spaß am Geschlechtsverkehr hat, hat höhere Chancen auf eine Schwangerschaft, da man sich selber keinen Druck aufbaut. Ein Fruchtbarkeitskalender kann dabei helfen, sollte aber nicht zum einzigen Kriterium für den Geschlechtsverkehr werden.